Blumengraffiti
Blumen Graffiti nenne ich meine Markierungen mit heimischen Wildblumen im öffentlichen Raum der Stadt. Durch Säen um Alleebäume, Brachnischen und Bahnborde schaffe ich florale Interventionen seit 1984.
Blumengraffiti - Meine Geschichte
Blumen Graffiti nenne ich meine Markierungen mit heimischen Wildblumen im öffentlichen Raum der Stadt. Durch Säen um Alleebäume, Brachnischen und Bahnborde schaffe ich Flora interventionen.
Vor über 25 Jahren galt die Devise der Stadtgärtner; Unkraut und Spontan-Vegetation freie Stadt. Mit mechanischer und chemischer Pflege wurden die öffentlichen Flächen sauber gehalten. Ich begann um Alleebäume herum Malven (Malva Alcea) zu säen. Wollte meine Berufskollegen testen ob sie im kommenden Frühling meine dann bis 150cm hohen Malven Köpfen die kurz vor ihrer Blüte waren auch eine Herbizid duschen verabreichen werden. Meine Herausforderung wurde Erfolgreich, so setzte ich eine Malvenspur durch die Stadt.
Die subversive Tat wurde zur floralen Anarchie. Mit vollen Samenkapseln dankten die Malven meine Saat. Ich bekam das Hundertfache an Samen zurück und es wurde selbsttragend.
Die Wende kam Ende der 80ziger Jahre, meine subversive Tat wurde zur gepflegten Tatsache des neuen Naturnahen Pflegekonzept der Stadt Zürich. Das subversive wurde somit hinfällig, viel mehr wuchs jetzt eine Poesie daraus. Ich säte vermehrt in den Wohngegenden von meiner Familie und meinen Freunden kleine persönliche Sommergrüsse. Aus den vielen punktuellen Malven, wuchs langsam ein Netz durch Zürich. So wollte ich Zürich vernetzen mit Malven und Säte von den Quartieren her in die Innenstadt bis zum Paradeplatz. Teils ganze Strassenzüge, dies immer häufiger dort nach den Neupflanzungen von frischen Alleebäumen.
Die Vernetzung ist ein Modewort der 90ziger Jahre. Das bewusst urbane Denken beeinflusst mich und meine Taten schon länger, als Pioniertat standen die ersten Zeichen schon.
Markierungen in der Schweiz: Bern, Basel, Neuchatel, Lausanne, Luzern, Schaffhausen, Zug und Zürich.
In Deutschland: München, Berlin, Hambrug, Wuppertal und Düsseldorf
International: Milano und New York.
Bei Aeschbacher auf SF1 - 6.11.2008
Aeschbacher vom 06.11.2008
Maurice Maggi
Blühende Malven um die Bäume an der Bahnhofstrasse oder eine prächtige Blumenwiese an der Strassenböschung empfinden die Menschen in Zürich als ganz natürlich. Bis vor Kurzem wusste niemand, dass der gelernte Gärtner im Schutze der Dunkelheit heimlich Blumensamen ausstreut. Er bringt seit 25 Jahren gezielt die Natur in die sterile Stadt zurück. So sind über die Jahre wundersame, schützenswerte Biotope entstanden. Er hinterlässt seine poetischen Blumengraffitis aber nicht nur in der Stadt Zürich.
Beruf:
Koch (Gärtner)
Verliebt, verlobt, verheiratet:
Single
Sternzeichen:
Krebs
Ihre Lieblingsgestalt in der Geschichte?
John Lennon
Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einem Mann am meisten?
Maskuline
Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einer Frau am meisten?
Feminine
Ihre Lieblingsbeschäftigung?
Alles was schön, sinnlich und kreativ ist
Ihr Hauptcharakterzug?
Eigenwillig
Ihr Traum vom Glück?
Drei Wünsche zu haben.
Ihre Lieblingsblume?
Malve
Was verabscheuen Sie am meisten?
Missbrauch von Macht
Welche natürliche Gabe möchten Sie besitzen?
Vorahnung
Ihr Motto?
Würde gegenüber allen und allem
Welche Frage möchten Sie Kurt Aeschbacher stellen?
Haben Sie eine Stil-Ikone?
Die Antwort von Kurt Aeschbacher:
Nein. Ich bin ein Ekklektiker und suche mir meine Stile zusammen, wie Blumen auf einer Wiese.
